Pilotprojekt
- Phase I
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Projekttitel: |
"Wissensbilanz
- Made in Germany" Phase I |
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Projektstatus: |
abgeschlossen |
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Projektpartner: |
Bundesministerium für Wirtschaft
und Arbeit (BMWA), 14 kleine und mittelständische
Unternehmen (KMU) |
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Projektlaufzeit: |
Oktober 2003 - September 2004 |
[ Ausgangssituation ]
Wissens- und Innovationsvorsprünge sowie ein
effizienter Umgang mit Wissen sind heute die
entscheidenden Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus ist
die systematische Darstellung der unternehmensspezifischen
Kernkompetenzen und Arbeitsstrukturen gegenüber Kunden
und Kapitalgebern zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor
geworden. Übliche Bilanzen und Controllinginstrumente
reichen hierzu nicht aus, da das intellektuelle Kapital,
wie beispielsweise spezielles Know-How und gute
Geschäftsbeziehungen, in ihnen meist unberücksichtigt
bleibt. Die Wissensbilanz stellt eine Möglichkeit dar,
diese immateriellen Ressourcen transparent zu machen und
so die "weichen" Erfolgsfaktoren zu bewerten und zu
managen.
Dies war der Ausgangspunkt für das Bundesministerium
für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), sich dem Thema
Wissensbilanzierung anzunehmen und den Arbeitskreis
Wissensbilanz zu beauftragen, ein bundesweites
Pilotprojekt zu initiieren. Ziel des Projekts war es, die
bestehenden internationalen Erfahrungen für den deutschen
Mittelstand anwendbar zu machen. Denn gerade der Standort
Deutschland ist auf die effiziente Nutzung seines
intellektuellen Kapitals und das Ausschöpfen seiner
Innovationspotenziale angewiesen, um die
Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Damit war
auch der Titel des Projekts geboren: "Wissensbilanz -
Made in Germany".
[ Vorgehen ]
Die teilnehmenden kleinen und mittelständischen
Unternehmen (KMU) sollten befähigt werden, ihr
spezifisches, immaterielles Vermögen schnell und
kostengünstig zu erfassen, aufzubereiten und gegenüber
wichtigen Entscheidungsträgern zu kommunizieren. Die
Akquisition von Kunden, Partnern und neuen Mitarbeitern
sollte dadurch unterstützt und die Beschaffung von Eigen-
und Fremdkapital erleichtert werden. Mit diesen
konkretisierten Zielvorgaben startete der Arbeitskreis
Wissensbilanz den Aufruf zur Teilnahme an dem ersten
deutschen Wissensbilanz-Projekt für den Mittelstand.
Aufbauend auf den praktischen Erfahrungen der
beteiligten internationalen Expertengruppe wurde ein
angepasstes Vorgehen zur Wissensbilanzierung in deutschen
KMU entwickelt. Dies besteht im Wesentlichen aus drei
Workshops mit einem repräsentativ besetzten internen
Projektteam, das durch externe Experten moderiert wird,
und zwischenzeitlichen Erhebungen von relevanten
Kennzahlen des Unternehmens. In 14 Pilotunternehmen aus
verschiedensten Branchen setzte der Arbeitskreis
Wissensbilanz dieses Vorgehen systematisch um und
analysierte die dabei gewonnenen Erkenntnisse
kontinuierlich unter methodischen Gesichtspunkten, um den
Nutzen des Instruments für die Unternehmenspraxis zu
optimieren.
Alle Projektergebnisse wurden auf einer abschließenden
Tagung im Hause des BMWA präsentiert und mit Journalisten
und Fachexperten diskutiert. Der im BMWA zuständige
Sprecher für den Mittelstand, Rezzo Schlauch, hob dabei
die zukunftsweisende Funktion der Wissensbilanz und die
immer größer werdende Bedeutung der weichen
Erfolgsfaktoren für den deutschen Mittelstand hervor.
[ Ergebnisse ]
Mit der im Pilotprojekt entwickelten Methode zur
Wissensbilanzierung besteht nun die Möglichkeit, die
immateriellen Vermögenswerte zu erfassen, zu bewerten und
zielgruppengerecht darzustellen. Das versetzte die
teilnehmenden Unternehmen in die Lage,
Verbesserungspotenziale im Umgang mit Wissen aufzudecken
und das Management der weichen Erfolgsfaktoren gegenüber
wichtigen Stakeholdern, wie Kunden und Banken, zu
präsentieren und mit "harten" Fakten zu belegen.
Neben der externen Darstellung der Leistungs- und
Innovationsfähigkeit zeigt die Wissensbilanzierung
Verbesserungspotenziale auf und liefert eine
Entscheidungsgrundlage für gezielte
Veränderungsmaßnahmen.
Somit stellt die Wissensbilanz ein strategisches
Managementinstrument dar, mit dessen Hilfe die interne
Organisationsentwicklung geplant und überwacht werden
kann und das darüber hinaus als Marketinginstrument in
der externen Unternehmensdarstellung eingesetzt werden
kann.
Um die Erfahrungen dieser ersten Phase von "Wissensbilanz
- Made in Germany" für den gesamten deutschen
Mittelstand nutzbar zu machen, entwickelte der
Arbeitskreis einen Wissensbilanz-Leitfaden, der das
erprobte Vorgehen kompakt zusammenfasst. Interessierte
Unternehmen erhalten damit ein praxisnahes Werkzeug, das
sie bei der schnellen Erstellung ihrer spezifischen
Wissensbilanz unterstützt und das kostenlos vom BMWA zur
Verfügung gestellt wird.
Stellvertretend für das gesamte Wissensbilanz-Projekt
erhielt eines der teilnehmenden Pilotunternehmen die
Auszeichnung "Wissensmanager des Jahres 2005", was als
Beleg für den nachhaltigen Nutzen dieses Instruments
gewertet wurde und zugleich Ansporn war, die Verbreitung
und Weiterentwicklung der Wissensbilanz-Methode auch
zukünftig voranzutreiben.
[ Weitere Informationen ]
Anwenderunternehmen
"Wissensbilanz-Made in Germany" Phase I
Projektflyer "Wissensbilanz - Made in Germany"
Wissensbilanz-Leitfaden für kleine und mittelständische Unternehmen (Versionen 1.0
und 2.0)
Pressemitteilung "Wissensmanager des Jahres 2005"
Rückblick
auf Veranstaltungen des Arbeitskreis Wissensbilanz
BMWi "Wissensbilanz - Made in Germany"
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